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Pressebericht Bundesligawettkampf Hannover |
Fahrdorfer Pistolenschützen vergeben kläglich gute Ausgangsposition Zweimal Höchststrafe zum Saisonende in Hannover
Mit zwei 0:5 Niederlagen im Gepäck kehrten die Bundesligaschützen vom letzten Vorrunden-Wettkampfwochenende aus Hannover zurück. Lediglich Sven Freier zeigte in der Niedersachsenmetropole Normalform, konnte aber auch nicht die hohen Niederlagen gegen Berlin und Broistedt verhindern. In der ersten Begegnung am Samstag gegen Berlin waren mindestens zwei Einzelpunkte für Fahrdorf im Bereich des Möglichen. Aber Erich Moll, der es mit keinem geringeren wie Uwe Pottek zu tun bekam, schien förmlich in Ehrfurcht vor seinem mit Internationalen Titeln gespickten Kontrahenten zu erstarren. Obwohl der mehrfache Weltmeister und Olympiasieger während des gesamten Matches nie zur Normalform fand, konnte der junge Fahrdorfer doch diese einmalige Chance, seinen Gegner zu besiegen, nicht in die Tat umsetzen. Am Ende unterlag Erich Moll mit enttäuschenden 361:370 doch noch relativ klar. Auch Stefan Vollertsen hatte es in der Hand, seinen Punkt gegen Thorsten Rexin einzufahren. Eine neun am Ende hätte gereicht um die drohende Höchststrafe von 0:5 zu verhindern, doch auch der Fahrdorfer Nummer zwei spielten die Nerven an diesem Tag einen Streich und so war die Enttäuschung bei den mitgereisten Fahrdorfer Fans riesengroß, als auf dem Monitor lediglich eine acht zum 372:372 Endresultat aufleuchtete. Dies bedeutete Gleichstand und ein Stechen musste über diesen Einzelpunkt entscheiden. Der Berliner ließ sich diese Chance nicht entgehen und sicherte seiner Mannschaft mit einer zehn den fünften Einzelpunkt. Den dritten möglichen Punkt vergab an Position fünf Konstantin Naumow. Der Fahrdorfer hatte seinen Gegner Holger Buchmann eigentlich von Anfang an im Griff und führte bis kurz vor Schluss schon mit komfortablen vier Ringen. Doch es gelang auch der Fahrdorfer Nummer fünf nicht die Konzentration bis zum Ende aufrecht zu halten. Treffer um Treffer setzte er am Ende schlechter als sein Berliner Kontrahent und musste schliesslich mit ansehen wie sein Match doch noch deutlich mit 367:363 verloren ging. Das Match an Position eins Anders Bonander gegen den polnischen Weltklasseschützen Wojcech Knapik in den Reihen der Berliner gewann Knapik klar mit einem Weltklasseergebnis von 389:376. Auch in der Begegnung an der dritten Position hatte Fahrdorf an diesem Tag nichts zu bestellen. Mit 383 Ringen behielt der Berliner Gernot Eder klar die Oberhand gegenüber Sven Freier, der aber mit seinen erzielten 375 Ringen noch für den einzigen Lichtblick in einer an diesem Tag schwachen Fahrdorfer Mannschaft sorgte. Der zweite Tag und damit die zweite 5:0 Niederlage gegen Broistedt ist schnell erzählt und weitaus weniger schmerzvoll als die Vortagsniederlage gegen Berlin. Broistedt erzielte mit 1900 Ringen ein Einzelschnittergebnis von 380 Ringen und war einfach an diesem Tag nicht zu bezwingen. Lediglich Erich Moll zeigte gegenüber dem Vortag eine deutliche Steigerung und hatte seinen Gegner Thomas Hoppe, dem er letztendlich mit 378:376 unterlag, am Rande einer Niederlage. Alle anderen Paarungen, Hans Jörg Meyer/Anders Bonander 388:378, Michael Peirick/Stefan Vollertsen 374:367, Florian Ullrich/Sven Freier 378:372, Patrick Scheuber/Konstantin Naumow wurden klar zu Gunsten der Broistedter entschieden. Waren diese beiden Niederlagen zum Abschluss der Vorrunde auch sehr bitter, so kann man trotzdem aus Fahrdorfer Sicht ein positives Resümee ziehen. Die Mannschaft hat ihr gestecktes Saisonziel mit dem Erreichen der Endrunde geschafft und kann hierauf mit Recht stolz sein. Vom 6.- 7. Februar 2010 wird die Endrunde mit den besten acht Teams aus den Bundesligagruppen Nord und Süd im fränkischen Coburg ausgetragen. Der Sieger dieses Turniers wird zum Deutschen Mannschaftsmeister gekürt. |